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2 Deals: Wenn die AI Modell-Anbieter selbst zu Beratern werden: Was Anthropics und OpenAIs neue Consulting-Deals für M&A-Prozesse bedeuten.

Die führenden KI-Entwickler OpenAI und Anthropic dringen durch strategische Joint Ventures mit großen Private-Equity-Firmen massiv in den Beratungsmarkt vor.

Diese neuen Kooperationen zielen darauf ab, künstliche Intelligenz direkt in den Portfoliounternehmen der Investoren zu implementieren und so die bisherige Lücke zwischen Ambition und operativer Umsetzung zu schließen.

Für den Bereich Mergers & Acquisitions bedeutet dies einen fundamentalen Wandel, da die KI-Reife eines Unternehmens nun zu einem messbaren und prüfbaren Standard in der Due Diligence wird.

Zukünftig müssen Equity Stories detaillierte Nachweise über die Integration von KI-Systemen liefern, anstatt sich auf vage Absichtserklärungen zu verlassen. Auch die Wertermittlung verändert sich, da der privilegierte Zugang zu spezialisierten Ingenieuren der Modellanbieter die Geschwindigkeit der digitalen Transformation massiv beschleunigt.

Damit verschiebt sich der Fokus in Transaktionsprozessen weg von der bloßen Nutzung der Technologie hin zur tiefgreifenden Prozessintegration.

Zu den Deals:

Deal 1: Projekt „Ode with Anthropic“ (Anthropic Enterprise AI Services Company)

  • Zielgesellschaft / Name: Ode (gegründet auf dem Fundament des akquirierten KI-Dienstleisters Fractional AI)
  • Modellanbieter / Technologiepartner: Anthropic
  • Investorenkonsortium (Käuferseite): Blackstone, Hellman & Friedman, Goldman Sachs (als Haupt- und Co-Lead-Investoren) sowie Apollo Global Management, General Atlantic, GIC, Leonard Green und Sequoia Capital
  • Gesamtkapitalisierung: ca. 1,5 Milliarden USD
  • Finanzierungsstruktur / Kapitalanteile:
  • Angebotsstruktur (Equity-Typ): Common Equity (Stammaktien ohne besondere Absicherungen im Liquidationsfall)
  • Schlüsselaquisitionen & Team: Übernahme von Fractional AI unmittelbar nach der Gründung Das Unternehmen startet mit ca. 100 hochkarätigen Entwicklern. Chris Taylor (Co-Gründer von Fractional AI) agiert als CEO; Eddie Siegel ist Chief Technologist .
  • Zielmarkt & Kundenprofil: Mittelständische Unternehmen (Healthcare, Manufacturing, Financial Services, Retail), die primär aus den Portfolios der beteiligten PE-Investoren stammen und denen bisher interne Tech-Kapazitäten für Frontier-Deployments fehlten
  • Betriebsmodell & Moat: „Claude-first“-Mandat (bevorzugte Integration von Claude-Modellen), jedoch mit Multi-Vendor-Flexibilität. Nutzung des „Special Forces“-FDE-Modells, bei dem Elite-Ingenieure direkt in die Workflows der Kunden eingebettet werden.

Deal 2: Projekt „The Deployment Company“ (OpenAI DeployCo)

  • Zielgesellschaft / Name: The Deployment Company (auch DeployCo genannt)
  • Modellanbieter / Technologiepartner: OpenAI (hält die Mehrheitsbeteiligung und die operative Kontrolle unter der Leitung von COO Brad Lightcap)
  • Investorenkonsortium (Käuferseite): 19 externe Investoren angeführt von TPG (Ankerinvestor), mit Advent International, Bain Capital und Brookfield Asset Management als Co-Lead-Partner. Weitere Konsortialmitglieder sind Goldman Sachs, SoftBank, Warburg Pincus, BBVA sowie die Beratungshäuser Bain & Company, Capgemini und McKinsey & Company.
  • Transaktionsbewertung: Pre-Money-Bewertung von ca. 10 Milliarden USD (Gesamtbewertung bei ca. 10 bis 14 Milliarden USD)
  • Gesamtkapitalisierung (Eingeworbenes Kapital): mehr als 4 Milliarden USD von den externen Investoren
  • Angebotsstruktur (Equity-Typ): Preferred Equity (Vorzugsaktien mit Downside-Protection). OpenAI garantiert seinen externen Investoren eine Mindestrendite von 17,5 % p.a. über 5 Jahre mit gedeckeltem Upside
  • Schlüsselaquisitionen & Team: Übernahme des Beratungsunternehmens Tomoro bei Launch (bringt ca. 150 Deployment-Spezialisten ins Team). Im Juli 2026 folgte die Akquisition von Northslope (einer von Palantir-Alumni gegründeten Applied-AI-Firma)
  • Zielmarkt & Kundenprofil: Großunternehmen und multinationale Konzerne. Das Investorenkonsortium gewährt DeployCo direkten Vertriebszugang zu über 2.000 Portfoliounternehmen
  • Betriebsmodell & Moat: Integration der OpenAI-Modelle und der firmeneigenen Frontier-Plattform als „semantischer Layer“ direkt in die IT-Systeme der Kunden. Massiver Einsatz von Forward Deployed Engineers (FDEs), die direkt mit den Produktteams von OpenAI vernetzt sind
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